Archiv 2012

Artikel in dem Wirtschaftsjournal Ausgabe 11/2012

Wertschöpfungskette komplett
Thüringen präsentierte sich erfolgreich auf der weltgrößten Medizinmesse

Thüringen präsentierte sich Mitte November auf der weltgrößten Medizinfachmesse „MEDICA“ in
Düsseldorf als leistungsstarker Medizintechnik-Standort. Insgesamt 34 Thüringer Unternehmen
stellten dort ihre Produkte und Angebote vor.


Thüringer Unternehmen sind vor allem in den Bereichen Ophthalmologie (Augenheilkunde) und Endoprothetik führend.
Darüber hinaus sind Unternehmen in den Bereichen Analytik, Lasertechnik, medizinischer Instrumenten- und Gerätebau sowie
Implantate tätig. Wichtige Medizintechnikhersteller mit Sitz oder Produktionsstätten in Thüringen sind Analytik Jena AG,
Bauerfeind AG, Carl Zeiss Meditec AG, Geratherm Medical AG, Königsee Implantate und Instrumente zur Osteosynthese GmbH,
Otto Bock HealthCare GmbH, Siemens AG Medical Solutions und TRUMPF Medizin Systeme GmbH.
Sowohl traditionsreiche als auch junge Thüringer Unternehmen stellen auf der MEDICA mit hochinnovativen Produkten ihre Leistungs- und Innovationsfähigkeit unter Beweis. Der Gemeinschaftsstand Thüringer Firmen auf der MEDICA wird vom Medizintechnik-Cluster medways e.V. – ein Verbund führender deutscher Forschungsinstitute, Industrieunternehmen und Universitäten – organisiert.
Thüringen verfügt über eine lange Tradition in der Medizintechnik. Erfindungen wie das Mikroskop, die Röntgenröhre und Elektroenzephalografie (EEG) wurden hier entwickelt. Heute gibt es im Freistaat vor allem in Jena und den Regionen Saalfeld-Rudolstadt und Gera-Zeulenroda-Greiz eine Vielzahl von Medizintechnik-Unternehmen. „Die Medizintechnikbranche hat sich in Thüringen solide und zukunftsfähig etabliert. Nicht zuletzt ist dies einer engen Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft zu verdanken“ sagte Thüringens Wirtschaftssekretär Jochen Staschewski am 15.11.2012 auf der Medica. Medizintechnik-Firmen finden in Thüringen ein Umfeld zur geschlossenen Wertschöpfungskette. „Wir haben hervorragend qualifizierte Arbeitskräfte, Laborleiter und Technologieexperten, die in diesem Feld tätig sind“, so der Staatssekretär. 2,5 Prozent der Industriebeschäftigten in Thüringen arbeiten in der Medizintechnikbranche. Sie erwirtschafteten knapp zwei Prozent des gesamten Thüringer Industrieumsatzes und drei Prozent des Auslandsumsatzes. Die Exportquote liegt mit 52 Prozent deutlich über dem Thüringer Durchschnitt von 32,5 Prozent. Die MEDICA in Düsseldorf ist mit über 4.600 Ausstellern aus 75 Ländern die größte Veranstaltung für die Medizintechnikbranche weltweit. Thematische Schwerpunkte der MEDICA 2012 sind: Elektromedizin/Medizintechnik, Labortechnik/Diagnostik, Physiotherapie/
Orthopädietechnik, Medizinprodukte, Textilien, medizinisches Mobiliar, Raumeinrichtung, Facility Management und Gebäudetechnik.
PM/CH


„Die Medizintechnikbranche ist eine Zukunftsbranche mit hohem Wachstumspotenzial und großer Innovationskraft. Thüringen hat es geschafft, sich als Medizintechnik-Standort zu etablieren. Die 52 Betriebe (ab 20 Mitarbeiter) mit 4.153 Beschäftigten erwirtschafteten 2011 einen Umsatz von 582 Millionen Euro.“
Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski am 15.11.2012 auf der Medica





Artikel in der OTZ am 20. November 2012

Haus des Sehens hat sich in Burgau etabliert

Jenaer Optikverband "medways" ist Träger

Jena. Der 1999 in Jena gegründete Branchenverband Medizintechnik "medways" hat in der Nachbarschaft des Burgaupark ein "Haus des Sehens" eröffnet. Wie Geschäftsführer Volker Wiechmann sagt, werden in dem Haus erstmals die medizinische Augenuntersuchung und optische Dienstleistungen für Bürger gebündelt. "Im Gegensatz zu einer Augenarztpraxis haben wir insbesondere die Vorsorge im Blick, um sich ankündigende Augenkrankheiten bereits in einem ganz frühen Stadium erkennen zu können,

in dem eine wirksame Therapie durch den Augenarzt möglich ist." sagt Wiechmann. Zum Einsatz kommt modernste Augenoptiktechnik aus Jena. In den vergangenen zwölf Jahren hat medways zusammen mit der Industrie umfangreiche Verbundforschungsvorhaben mit einem Gesamtvolumen von 35 Millionen Euro zur Diagnostik von Augen-Erkrankungen sowie der Entwicklung der Lasertherapie betreut.
Das "Haus des Sehens" entstand durch den grundhaften Ausbau eines nicht mehr benötigten Gebäudes des Wasserwerkes Burgau. OTZ/Prager





Artikel in der OTZ am 12. Oktober 2012

Jenaer Firma sichert sich 30-Millionen-Auftrag

AJZ vor Vertragsabschluss für Klinik in Kasan

Erfurt.Die Thüringer Wirtschaft setzt auf Aufträge aus der russischen Region Kasan. "Das ist eine Boom-Region mit der wir in engem Kontakt bleiben wollen", sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias MAchning (SPD). Rund um dei Ölförderung der Stadt sei eine große petrolchemische Industrie enstanden, aber auch der Fahrzeug- und Maschinenbau, die Luftsverkehrs-, Gesundheits- und Ernährungsbranche seien in der region präsent. Für Thüringens Firmen ergäben sich daraus viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit. So sei die Jenaer Firma AJZ kurz vor der Unterzeichnung eines Auftrags im Umfang von 30 Millionen Euro für ein Klinik-Projekt. Man habe mit der Regionsregierung vereinbart, den weiteren Verlauf der einzelnen Projekte zu verfolgen.
In der Region, so Machnig, gibt es einen enormen Bedarf an der Ausbildung von Ingenieuren und Wissenschaftlern. Deshalb sei während des Besuches eine Kooperationsvereinbarung zwischen der TU Ilmenau und der Universität Kasan abgeschlossen worden.
Neben den Vertragsabschlüssen in Moskau habe es auch in Uljanowsk erfolgreiche Gespräche gegeben. Dort sehe vor allem der Branchenverband medways gute Geschäftsaussichten.





Die OphthalmoInnovation GmbH eröffnet das
Haus des Sehens in Jena



Im Haus des Sehens in Jena erhalten Sie eine umfassende ärztliche Diagnose zum aktuellen Gesundheitszustand Ihrer Augen aber auch zu möglichen Erkrankungen wie dem Glaukom (Grüner Star) und der altersabhängigen Makuladegeneration.

Mögliche Fehlsichtigkeiten werden von unserer Augenoptikerin mit der Sehschärfeprüfung (oder Prüfung eines Auges) sowie einer Korrektionsbestimmung (Prüfung des Zusammenspiels beider Augen) professionell ermittelt.

Bei Bedarf finden Sie im Haus des Sehens die für Sie passende und optimal angepasste Sehhilfe.

Wir wünschen uns, dass Sie:

Gesund sehen
Optimal sehen
             Sehen ein Leben lang...

Ab sofort sind Termine immer Montags von 16-20 Uhr möglich.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der
Homepage des Haus des Sehens.





MEDICA 2012

medways war Organisator des Thüringer Gemeinschaftsstands auf der MEDICA 2012:

Internationale Fachmesse mit Kongress
Weltforum der Medizin


14.- 17. November 2012 in Düsseldorf


Den Thüringer Gemeinschaftsstand fanden Sie in Halle 16 Stand-Nr. 16G54.

Weitere Informationen zum Fachkongress und der Industrieausstellung erhalten Sie hier.

Unter anderem fanden Sie hier:


  BioMed Jena GmbH


  EXCO GmbH, Jena


  eZono AG, Jena


  Herotron E-Beam Service GmbH,
  Bitterfeld-Wolfen


  LEG Thüringen, Erfurt


  MedCooling GmbH, Apolda


  Medizintechnik Sattler GmbH


  medways e.V., Jena





EXTRA – Sonderbeilage der Zeitungsgruppe Thüringen (TA - OTZ -TLZ)
am 17. Juli 2012

Interview

Forschung im Zeichen des demografischen Wandels

Volker Wiechmann,
Geschäftsstelle des Branchenverbandes medways e.V.


Welche aktuellen Forschungsprojekte werden innerhalb des Branchenverbands vorangetrieben?

Insgesamt laufen derzeit drei große Forschungsprojekte. Zum Beispiel zur Behandlung von Presbyopie. Dabei handelt es sich um eine altersbedingte Verhärtung der Augenlinse, wodurch die Anpassung an Nah- und Fernsicht zunehmend schwerer fällt. Mit Femto-Sekundenlaser werden zur Behandlung kleine Perforationen in die Linse geschossen. Das Projekt läuft gerade aus, ein Prototyp ist fertig. Erfolgreiche Tierversuche wiesen bislang eine große Langzeitstabilität auf. Weitere Projekte zielen auf eine frühzeitige Alzheimer-Erkrankung mittels Biomarker in der Retina – wiederum mit Lasertechnologie – und die Behandlung einer altersbedingten Makula-Degeneration; eine Augenkrankheit, die mit grauen Flecken im Sichtfeld beginnt und bis zur Erblindung führen kann.

Point-of-Care-Diagnostik außerhalb des Großlabors ist in der Medizintechnik derzeit ein großes Thema. Wie ausgereift sind die Verfahren?



Insbesondere im Bereich der Sepsis und deren Früherkennung wird hier in Jena sehr stark geforscht. Bei dieser Methode kann mit kleineren Mengen an Proben schneller und treffsicherer diagnostiziert werden. Doch dafür müssen Datenbanken mit sepsisrelevanten Merkmalen aufgebaut Merkmalen aufgebaut werden, die noch nicht vorhanden sind. Analog zur klassischen Labordiagnostik müssen Untersuchungsergebnisse auch schneller validiert werden. Dafür braucht es noch etwas Forschung.



  • Der seit 2000 bestehende Branchenverband medways e.V. zählt deutschlandweit 70 Mitglieder aus Forschung und Wirtschaft.
  • Bei den Mitgliedern entstehen innovative Produkte und Verfahren zur Diagnose und Behandlung alterskorrelierter Erkrankungen.
  • Insgesamt 17 Forschungsprojekte wurden realisiert, fünf vermarktungsfähige Produkte entstanden aus den Projekten.






  • DOG 2012

    Thüringer Gemeinschaftsstände 2012

    110. DOG-KONGRESS “Eine Augenheilkunde”




    medways organisierte auch in diesem Jahr einen Gemeinschaftsstand zum DOG Kongress 2012 vom 20.-22. September 2012 in Berlin im im Estrel Convention Center.

    Mehr Informationen zum Kongress finden Sie hier.

    Den Thüringer Gemeinschaftsstand fanden Sie auf dem Stand B 06 in der DOG-Industrieausstellung.

    Folgende Thüringer Unternehmen stellten aus:


      CCS Pawlowski GmbH, Jena


      DOMS EYE-TECHNOLOGY GmbH &
      Co. KG, Saalfeld


      EPSa GmbH, Saalfeld


      JEN-OPHTHALMO, Jena


      medways e.V., Jena





    BMT 2012

    Jahrestagung des DGBMT in Jena



    Vom 16. - 19.09.2012 fand in Jena die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBMT) statt.
    Der medways e.V. war Veranstaltungspartner dieser hochkarätigen Tagung und lud seine Mitglieder sowie interessierte Unternehmen zur Teilnahme ein.
    Sie hatten die Möglichkeit als Partner der BMT 2012 Ihr Unternehmen oder Ihr Institut auf der wichtigsten deutschsprachigen Medizintechnikkonferenz zu präsentieren.
    Die Aussteller- und Sponsorinformationen finden Sie hier.

    Weitere Informationen zur DGBMT finden Sie auf der Homepage.





    Artikel in der Osterländer Volkszeitung am 07. Juni 2012

    Ziel: Wachstumsfelder aufdecken
    Thüringens Wirtschaftsminister startet professionelles Cluster-Management

    Erfurt. Früher sagte man Netzwerk, heute heißt es Cluster: Thüringens Unternehmen haben sich zusammengefunden, um ihre Branchen voranzutreiben. Weil das unterschiedlich gut klappt, startet Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) nun ein professionelles Clustermanagement. Allein, die Hilfe kommt nicht überall gut an.

    Von ROBERT BÜSSOW
    Kaum eine Branche in Thüringen, die nicht clustert. Die Optik im Netzwerk Optonet, die Fotovoltaik nennt ihren Verbund Solarinput, die Medizintechnik agiert unter der Marke medways. Insgesamt neun etablierte Cluster zählt die Thüringer Wirtschaft derzeit. Als größtes vereint Automotive Thüringen 113 Unternehmen der KFZ-Zulieferbranche, Hochschulen und Forschungseinrichtungen - und einen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro. Mächtige Lobbyisten, schwergewichtige Forschungsverbünde sind das, sollte man meinen. Doch Wirtschafts-
    minister Machnig musste feststellen: "Die funktionieren sehr, sehr unterschiedlich gut. "Der Verbund der Kunststoffindustrie PolymerMat beispielsweise existiere nur noch auf dem Papier, die Geschäftsstelle wurde unlängst aufgelöst. Machnig kommt deshalb jetzt einer Empfehlung der Beratungsgesellschaft Roland Berger nach, die im Trendatlas Thüringen die Gründung eines professionellen Clustermanagements vorgeschlagen hat. Nach einer zentralen Clusterkonferenz am 27. Juni soll es losgehen. Hauptkritikpunkt ist: Die Aktivitäten der Cluster seien zu wenig abgestimmt und folgten keiner expliziten Entwicklungsstrategie. Sprich, die Unternehmen werkeln, zumal sie ja auch Konkurrenten auf dem Markt sind, am Ende doch allein.
    Machnigs Clusterinitiative will die Akteure nun auf gemeinsame "Road­ maps" einschwören. Denn die traditionell kleinteilige, mittelständische Thüringer Wirtschaft müsse besser zusammenarbeiten, wenn sie auf dem
    Volker Wiechmann: Ob Cluster funktionieren, hängt von einer Sache ab: Geld.
    Weltmarkt eine Chance haben will. Ein Dutzend Clustermanager soll, angedockt an die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), beraten: Wo sind strategische Wachstumsfelder, welche Förderprogramme können abgeschöpft werden, Messeauftritte und Marketing sollen koordiniert werden. Dabei gehe es aber nur um ein "Angebot", heißt es in einem Arbeitspapier. Die Cluster sollen nicht ersetzt werden, sondern sich auf ihre "Kernaufgaben konzentrieren" können.
    Doch es herrscht Skepsis gegenüber den LEG-Clusterhelfern. "Weder brauchen, noch wollen wir sie. Wir wüssten nicht, was sie für uns tun sollen", lehnt Volker Wiechmann vom Medizintechnikverbund medways "Überstrukturen" ab. Die Hilfe ist wohl auch deshalb unerwünscht, weil medways, das etwa 50 Firmen mit 4000 Beschäftigten repräsentiert, gut läuft. Es sei zwar positiv, dass Machnig sich für die Cluster interessiere, sein Konzept sei allerdings wenig Erfolg versprechend, wie die bereits gescheiterte Thüringen Innovativ GmbH belege, so Wiechmann. "Ob Cluster funktionieren, hängt von einer Sache ab: Geld." Kein einziges Cluster in Thüringen könne allein von Mitgliedsbeiträgen leben. Um sie zu fördern, müsse Machnig viel Geld zuschießen, so Wiechmann. Auch PolymerMat sei gescheitert, weil Fördermittel ausgelaufen sind.
    Ein weiteres Problem für viele Cluster: Sie haben Konkurrenz. Verbände und Hochschulen wildern in ihrem Revier. An der TU Ilmenau ist Margitta Huck als Transferbeauftragte allein damit beschäftigt, die Partnerschaft zur Wirtschaft zu pflegen. Auch sie warnt deshalb, das neue Clustermanagement dürfe "keine Doppelstrukturen" schaffen". Über einen Mangel an Industriepartnerschaften könne sie sich nicht beklagen. Rund 40 Millionen Euro Drittmittel hat die TU Ilmenau zuletzt eingeworben, 350 externe Forschungsmitarbeiter seien an der Hochschule beschäftigt. Auch mit den Clustern arbeite man eng zusammen, allerdings, wie sie einräumt, unterschiedlich gut.





    medways erhält Auszeichnung für exzellentes Clustermanagement



    Durch eine unabhängige Beurteilung vom Cluster Management Excellence (ECEI) wurde der medways e.V. mit dem Bronze Label of Cluster Management Excellence ausgezeichnet.








    Medieninformation

    Forschergruppen stärken Technologiestandort Thüringen

    Sieben Millionen Euro für sieben Thüringer Forschergruppen / Bauhaus-Universität rückt energetische Gebäudesanierung in den Fokus Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig hat heute in Erfurt sieben neue Industrieforschergruppen vorgestellt, die eine Förderung von rund 7 Millionen Euro aus Landes- und Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) erhalten. „Industrie-Forschung ist die Basis für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft in Thüringen“, sagte Machnig.

    Die gezielte Unterstützung von industriellen Forschergruppen stärke den Innovations- und Technologiestandort Thüringen und trage dazu bei, die technologische Wertschöpfung im Land zu erhöhen. „Es geht darum, gute Ideen und Forschungsansätze schnell in innovative Produkte und Dienstleistungen zu überführen.“ Aktuelle Trends greifen zum Beispiel die beiden Forschergruppen an der Bauhaus-Universität auf: Sie werden die Energieeffizienz und die energetische Gebäudesanierung in den Fokus rücken.

    Als Forschergruppen werden Teams aus drei bis zehn wissenschaftlichen und technischen Mitarbeitern definiert, die gemeinsam an einem konkreten Projekt forschen. Voraussetzung für die Förderung ist, dass das Forschungsthema marktfähig ist. Es muss von der Industrie im Freistaat genutzt werden können. „Forschung darf nicht im Elfenbeinturm stattfinden“, sagte Machnig. „Sie muss in aktuelle Entwicklungen eingebunden sein und sich auf dem Markt durchsetzen können.“ So könne Thüringen seinen Ruf als Kompetenz-
    standort ausbauen. Die Forschergruppen-Förderung sei Teil der Innovationsstrategie des Landes, die darauf abziele, industrienahe Forschungsbereiche gezielt zu fördern.

    Alle sieben geförderten Projekte sind in den Bereichen Medizintechnik und GreenTech angesiedelt (s. Anhang). So erhält die TU Ilmenau eine Million Euro für Therapieansätze zur Verbesserung der Sehfähigkeit bei älteren Menschen. Die Bauhaus-Universität Weimar wird mit zwei Projekten (mit insgesamt 2,9 Millionen Euro) zum Thema Energieeffizienz in Städten und energetische Sanierung von Gebäuden gefördert. Das Institut für Photonische Technologien e.V. (IPHT) aus Jena wiederum erhält knapp eine Million Euro für ein Projekt zur Erforschung der Anwendungsmöglichkeiten faseroptischer Bauelemente in der Umwelt- und Medizintechnik.
    Bei der heutigen Übergabe der Förderbescheide handelt es sich bereits um die zweite Förderrunde für industrielle Forschergruppen. 2011 erhielten erstmalig 18 Projekte eine Förderung in Höhe von 14,5 Millionen Euro.

    Sie können die Medieninformation hier als Datei downloaden.





    Artikel in der TLZ am 22. März 2012

    Mehr Einstiegschancen durch Bildung
    4. Wiedereinstieg in Jena: 40 Aussteller bemühten sich um die Gunst der zahlreichen Bewerber

    Von Lioba Knipping
    Jena. Der Bedarf an Fachkräften steigt weiter an, womit sich für Wiedereinsteiger in den Beruf weit mehr Perspektiven eröffnen. Denn alle Unternehmen in Jena sind auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen, weshalb sich 40 Aussteller beim gestrigen 4. Jenaer Wiedereinstiegstag in der Goethe-Galerie präsentierten: von den Berufs- bis zu den Hochschulen, von den Handwerkern bis hin zu den Hightech-Unternehmen der Stadt, dazwischen die Agentur für Arbeit, Jenarbeit, der Internationale Bund, die Wirtschaftsjuroren, das Jenaer Bündnis für Familie und Alleinerziehende sowie Unternehmen, die Starthilfe bei Existenzgründungen geben.
    Das Motto gestern lautete "(Wieder)-Einstieg durch Bildung". Auf der Agenda standen die Themen Jobsuche und Bewerbung, Beratung und Betreuung sowie Informationen zu regionalen Wirtschaft. Ziel war es, Interessierten und Unternehmen Ideen, Anregungen und konkrete Informationen zu geben und ihnen Möglichkeiten zu einem regen Gedankenaustausch zu bieten. Die Beratung erfolgte jeweils individuell - direkt auf die Interessenten zugeschnitten. "Hier ist alles versammelt, was Jena im Bereich Bildung, Ausbildung, Weiterbildung und Hochschulen zu bieten hat", stellte FH-Rektorin Gabriele Beibst fest. Jeder sollte diese Chance nutzen, denn "jede einzelne Fachkraft ist wichtig, damit Jena auch langfristig zukunftsfähig sein wird". Zielgruppe des Wiedereinstiegstages waren nicht nur Frauen, sondern auch Männer, die nach einer Auszeit, sei diese nun familien- oder krankheitsbedingt begründet gewesen, wieder berufstätig sein wollen.


    Zusammentreffen am Stand der Stadt: Von den neu gewonnenen Fachkräften profitiert die ganze Stadt, die so "langfristig zukunftsfähig bleibt", so FH-Rektorin Gabriele Beibst (3.v.l.). Martin Pohle, medways e.V. (4.v.l.).





    Mitteldeutscher Gemeinschaftsstand 2012




    medways organisierte in diesem Jahr einen Gemeinschaftsstand der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur analytica 2012 vom 17.-20. April 2012.

    Die analytica ist die Weltleitmesse für marktreife Produkte und Gesamtlösungen für das Labor in Industrie und Forschung.

    Termin: 17. - 20. April 2012
    Ort:       Neue Messe München

    Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der analytica.





    3. Jenaer Industrietage 2012

    medways war Partner der diesjährigen Jenaer Industrietage.
    Termin: 28.-29. März 2012
    Ort: Konferenz- und Lehrzentrum der Fachhochschule Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2

    Die Jenaer Industrietage sind die Plattform für die Präsentation von Wirtschaft und Wissenschaft in der Technologieregion Jena sowie für den breiten Austausch mit Partnern, Interessenten und Fachkräften aus ganz Deutschland.

    Der Fachbesuchertag am 28. März richtete sich vorrangig an Unternehmer und Fachbesucher.
    medways organisierte und leitete das Anwenderforum Optik und Medizintechnik von 13-17 Uhr bei dem Vertreter der Industrie über das Thema "Medizintechnik - Prosperierendes Geschäft für den OEM" referiert haben.
    Flyer Fachbesuchertag

    Der Karrieretag am 29. März informierte Schüler, Studenten und Absolventen über Ausbildungs- bzw. Arbeitsmöglich-
    keiten.
    Flyer Karrieretag

    Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Jenaer Industrietage.





    EXCO GmbH stellte sich vor

    Die EXCO GmbH, ein weltweit tätiger mittelständischer technischer Dienstleister mit über 230 Mitarbeitern, hat sich Unternehmen und Hochschulen als neues Mitglied des medways e.V. vorstellen.
    Schwerpunkt des Leistungsspektrums der EXCO GmbH sind Qualifizierung, Validierung, Softwareentwicklung und Automatisierung.

    Termin: 22. März 2012 von 8-12 Uhr
    Ort: Technologie- und Innovationspark TIP Jena, Wildenbruchstraße 15, 07745 Jena

    Die Vorträge der Veranstaltung können Sie hier downloaden:
    Begrüßung
    Minimalinvasive Lieferantenentwicklung
    effektive Softwareentwicklung Medizintechnik
    Bürgschaftsbank





    Workshop medways und LEG Thüringen zu Vermarktungschancen Brasilien, Russland und VAE


    Die Gesundheitswirtschaft ist nicht nur in Westeuropa ein maßgeblicher Wachstumstreiber sondern auch in Schwellenländern wie Brasilien, Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
    Die Abt. Internationale Kontakte der LEG Thüringen veranstaltete mit dem medways e.V. zu Vemarktungs- und Geschäftspotenzialen in diesen Ländern einen Workshop.

    Termin: 7. Februar 2012 um 14.00 Uhr
    Ort: BioInstrumenteZentrum auf dem Beutenbergcampus, Winzerlaer Str. 2, 07745 Jena

    Auszug aus dem Programm:

  • Exportmöglichkeiten der Gesundheitswirtschaft
  • Gesundheitswirtschaft in der Arabischen Welt
  • Der Markt für Medizintechnik und medizinische Dienstleistungen in Russland
  • Gesundheitsmarkt Lateinamerika am Beispiel Brasilien
  • Zur Messe mit Thüringen International: Thüringer Gemeinschaftsstände und Unternehmerreisen
  • Das Programm erhalten Sie hier.





    Artikel in der Spezialausgabe
    "Wie wird geforscht in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt" des Zeitverlags am 04. August 2011

    Warum bringt kleines Werkzeug grosse Wirkung?
    Der länderübergreifende Cluster "Life Science Mitteldeutschland" erforscht neue Medikamente, Diagnostika und medizinische Geräte.

    Das Axolotl, auch bekannt als mexikanischer Schwanzlurch, kann etwas, wovon Menschen nur träumen können. Die Amphibie ist bekannt dafür, dass sie ihr Leben lang die Gestalt einer Larve behält, trotz ihrer Geschlechtsreife also optisch nie erwachsen wird. Und dafür, dass sie komplette Gliedmaßen wie Beine, Schwanz, Augen, Kiefer regenerieren kann. Doch was verleiht ihr diese Fähigkeit und warum sind Menschen beim Verlust eines Körperteils nicht dazu in der Lage? Am "Center for Regenerative Therapies Dresden" (CRTD) arbeiten Biowissenschaftler und -wissenschaftlerinnen der Technischen Universität Dresden mit einer Reihe von Unternehmen an stammzellbasierten Verfahren zur Gewebebildung. Das CRTD wird als Exzellenzprojekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Gelingt es den Forschern, die Regeneration von Geweben und Organen zu fördern, kann man in Zukunft bislang kaum heilbare Krankheiten therapieren. "Bei einer Hautverbrennung zum Beispiel werden körpereigene Stammzellen des Patienten als Wachstumsfaktor genutzt, so dass man die Selbstheilungskräfte auf neue Weise nutzen kann", erklärt Martin Pohle. Er ist Manager des Clusters Life Science Mitteldeutschland.

    Das Axolotl ist ein Beispiel für die Arbeit der medizinischen Fakultäten und Medizinunternehmen, die gemeinsam in dem länderübergreifenden Cluster Life Science Mitteldeutschland an neuen Medikamenten, Diagnostika oder medizinischen Geräten für die Zukunft forschen. "Wir stärken den Technolgietransfer und die regionale Vernetzung der Biotechnologie- und Life-Science-Branche in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt" sagt Martin Pohle. "Durch einen gemeinsamen, überregionalen Ansatz regen wir Konzepte, Kommerzialisierungsideen und Geschäftsmodelle an." Der Cluster wird durch vier eigenständige Organisationen getragen und durch eine Fördermaßnahme des Freistaates Thüringen co-finanziert.

    "Wir bringen den Standort Mitteldeutschland nach vorne mit der Bündelung unserer Kräfte", betont Martin Pohle. "In der Region gibt es viele kleine und sehr junge Unternehmen, die - anders als in München oder Berlin - über einen großen Raum verstreut sind." Der Cluster muss daher die Kooperation von Forschung und Wissenschaft intensiver als andernorts unterstützen. Seit fünf Jahren arbeiten die Partner und ein ehrenamtliches Gremium an verschiedenen Fachthemen zusammen. Beteiligt sind die Wirtschaftsinitiative für Mittel-
    deutschland GmbH in Leipzig, medways e.V. in Jena, BIO-NET Leipzig Technologietransfergesell-
    schaft mbH und die BIO Mitteldeutschland GmbH in Halle. Erste Erfolge der mitteldeutschen Biotechno-
    logie-Szene sind bereits sichtbar: Das Leipziger Unternehmen VITA34 extrahiert Stammzellen aus Nabelschnurblut, um etwa Leukämie durch patient-
    eneigene Stammzellen schneller therapieren zu können. Mittelweile ist das Unternehmen an die Börse gegangen.